Smart Home Alarmanlage – Alle Infos

Veröffentlicht von your home is smart am

Eine Smart Home Alarmanlage besteht aus verschiedenen Komponenten. Das Gateway, die Aktoren, die Sensoren und die Bedienteile. Um welche Geräte es sich bei den einzelnen Bauteilen handelt und ob, eine smarte Alarmanlage wirklich sicher ist, klären wir im nachstehenden Artikel.

Inhalt

Was ist eine Smart Home Alarmanlage?

Ein anderes, veraltetes Wort für Alarmanlage ist „Einbruchmeldeanlage (EMA)“. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung, die zum Schutz von Objekten und Personen dient.

Eine Alarmanlage soll demzufolge Schutz bieten vor

  • Materiellen Schäden
  • Finanziellen Schäden
  • Persönlichen Schäden

Eine smarte Alarmanlage verfügt jedoch über weit mehr Funktion als nur die Einbruchmeldung. So können beispielsweise Rauch-, Gas- und Wassermelder mit der Anlage verbunden werden.

Ein Smart Home Security System ist daher die Weiterentwicklung einer Einbruchmeldeanlage.


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Welche Bauteile gehören zu einer Smart Home Alarmanlage?

Die Bauteile der Smart Home Alarmanlage werden unterteilt in:

  • Gateway / Hauszentrale / Schaltzentrale
  • Aktoren
  • Sensoren
  • Bedienteile

Das Gateway mit Zentrale

Das Gateway ist das Herzstück eines Smart Home Systems. Es ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen elektronischen Geräten: den Aktoren und den Sensoren.

Die einzelnen Komponenten werden bei einem smarten System über verschieden Schnittstellen angebunden. Diese Schnittstellen können sein:

  • Bluetooth
  • Infrarot
  • WLAN / Funk
  • LAN / Kabel

Damit die Zentrale die Informationen entsprechend verarbeiten kann, muss sie zuvor programmiert werden. Diese Programmierung erfolgt entweder von Seiten des Herstellers oder durch den Nutzer / Anwender selbst.

Die Hauszentrale sollte alle angeschlossenen Komponenten automatisch erkennen und über eine einfache und intuitive Bedienung verfügen.

Bei einem Smart Home Alarmsystem erfolgt die Anwendung über eine App. Diese kann auf dem Smartphone, dem Tablett und/oder auf dem PC installiert sein.

Eine optionale Funktion für ein smartes System ist die Möglichkeit, auch aus der Ferne (zum Beispiel: mittels App), auf die Zentrale zugreifen zu können.

Sensoren

Die Sensoren dienen dazu, Änderungen in der Umgebung zu registrieren. Diese Veränderungen werden über das Gateways an die Zentrale weitergeleitet. Klassische Sensoren einer Smart Home Alarmanlage sind:

Zu der Kategorie eher „exotischer“ Sensoren zählen

  • Druck- / Wiegeplatten
  • Optische Personenerkennungssysteme
  • Ultraschallsensoren
  • Distanzsensoren

Optional können auch noch folgende Sensoren ergänzt werden:

  • Wassermelder
  • Rauchmelder
  • Gasmelder

Nachdem Die Zentrale Umgebungsänderungen von einem oder mehreren Sensoren gemeldet bekommen hat, werden entsprechende Aktionen an die Aktoren weitergeleitet.

Aktoren

Die Aktoren lösen bestimmte Aktionen aus. Je nach Aktor sehen dieses unterschiedlich aus. Zu den Aktoren einer Alarmanlage gehören:

Andere Empfangsgeräte, wie Smartphone, Tablett oder der Computer gehören ebenfalls zu den Aktoren.

Einige Smart Home Alarmanlagen sind mit einer Alarmaufschaltung ausgerüstet oder können entsprechend nachgerüstet werden. Dieser Aktor informiert automatisch eine angeschlossene Sicherheitsfirma. Die Aufschaltung bei der Polizei wird in der Regel im privaten Umfeld nicht genehmigt.

Bedienteile

Um Ihre Alarmanlage zu aktivieren und zu deaktivieren, benötigen Sie Bedienelemente. Diese Elemente können sein:

  • Pincode-Bedienteil
  • Handsender
  • App (Smartphone, Tablett, PC)
  • Sprachsteuerung über Alexa, Google oder Siri
  • Paniktaste

Die Zuletzt genannte Paniktaste dient dazu ein spezielles Szenario auszulösen. Beispielsweise ist es möglich, dass Sie sich in Ihrem Haus / Ihrer Wohnung befinden und feststellen, dass sich bereits ein Einbrecher im Haus befindet, der Sie noch nicht bemerkt hat. Durch betätigen der Paniktaste wird dann ein Alarm ausgelöst und der Täter im Idealfall vertrieben, bevor er Sie bemerkt.

Beispiel für ein Alarm-Szenario:

Sie haben Ihre Alarmanlage mittels Bedienteil aktiviert.

Ein Einbrecher öffnet mit Hilfe eines entsprechenden Werkzeuges ihr geschlossenes Fenster. Der Öffnungsmelder am Fenster gibt die Meldung „Fenster offen bzw. Kontakt unterbrochen“ an die Zentrale über das Gateway.

Die Zentrale wurde zuvor darauf programmiert, dass es bei dieser Meldung einen Impuls an die Innen-/ Außensirene geben soll und ihnen eine Meldung auf das Smartphone sendet.

Die Sirene empfängt das Signal „Alarm auslösen“ von der Zentrale und gibt ein akustisches Signal von sich.

Auf ihrem Smartphone erscheint die Meldung, dass ein Fenster geöffnet wurde.

Je nach Umfang ihres Sicherheitssystems können Sie beispielsweise:

  • sehen welches Fenster genau geöffnet wurde
  • sich über eine Überwachungskamera ansehen, wer oder was sich an Ihrem Fenster zu schaffen macht
  • den verifizierten Einbruch an ein Sicherheitsunternehmen melden

Welche Kaufkriterien sind wichtig?

Ein Smart Home Security System soll nicht nur das Gefühl von Sicherheit vermitteln, sondern auch wirklich mehr Sicherheit bieten. Daher empfehlen wir Ihnen beim Kauf einer solchen Alarmanlage verschiede Punkte zu berücksichtigen.

1.      Erst planen, dann kaufen

Überlegen Sie sich gut, welche Ansprüche Sie an Ihr Alarmsystem haben:

  • Wie groß ist die Wohnung / das Haus?
  • Muss nur der Innenbereich gesichert werden oder gibt es auch Außenflächen, wie Garten, Hofeinfahrt, eine Garage etc.?
  • Warum und wogegen wollen Sie sich schützen?
  • Wo würde ein Einbrecher vermutlich das Haus / die Wohnung betreten?
  • Wie würde sich ein Einbrecher im Haus / in der Wohnung bewegen?
  • Sind Sie in der Lage Ihre Anlage selber zu montieren und gegebenenfalls zu programmieren oder benötigen Sie eine Lösung, bei der ein Spezialist eingebunden ist?
  • Wie wollen Sie Ihre Alarmanlage bedienen?
    • Pincode Bedienteil?
    • Paniktaste?
    • App (Smartphone, Tablett, PC)?
    • Handsender?
  • Wie soll die Alarmmeldung im Fall der Fälle erfolgen?
    • Akustisch?
    • Visuell?
    • Mit Meldung auf ihr Smartphone, Tablett, PC?
  • Soll ein Sicherheitsunternehmen im Alarmfall involviert werden?
  • Sollen Videoaufzeichnungen erfolgen?
  • Haben Sie bereits andere Smart Home Elemente, die in das System integriert werden sollen? z.B.:
    • Beleuchtung
    • Rollos
    • Schließmechanismen an Fenster und Türen
    • Rauchmelder
    • etc.

2.      Setzen Sie auf bekannte Marken

Insbesondere beim Thema Sicherheit empfehlen wir ihnen auf bekannte Marken zu setzten. Gute Hersteller sind:

  • Abus
  • Somfy
  • Gigaset elements
  • Blaupunkt
  • Olympia
  • Devolo
  • König

Allen Marken gemein ist:

  • Eine regelmäßige Pflege der Produkte
  • Ein guter Kunden-Support
  • Umfangreiches und verständliches Informationsmaterial

1.      Die Zusammenstellung des Systems

Grundsätzlich haben Sie drei verschieden Möglichkeiten, sich Ihr Alarmsystem zusammenzustellen:

  • Komplett zusammengestelltes Starterset
  • Starterset plus Zusatzmodule
  • Individuelle Lösung

Insbesondere bei den Startersets gibt es unterschiedliche Ausführungen für Haus und Wohnung.

2.      Kompatibilität

Achten Sie bei der Anschaffung unbedingt darauf, dass die Geräte erweiterbar und mit anderen Smart Home Einheiten kompatibel sind. Ein weiteres Kriterium ist die maximale Anzahl integrierbarer Aktoren und Sensoren.

Auf diese Weise sind Sie in der Lage, Ihre Alarmanlage noch intensiver zu nutzen. Komponenten, wie Beleuchtung, Rollo-Steuerung, Rauch- und Wassermelder können genauso integriert werden wie Smart Plugs (intelligente Steckdosen) und viele mehr.

Ein bereits bestehendes Smart Home System kann daher schon viele Sicherheitsaufgaben übernehmen, sofern sie dafür programmiert sind.

Einige Smart Home Hersteller haben sich zur Smart Friends Initiative zusammengeschlossen. Produkte dieser Hersteller sind alle miteinander kompatibel. Hierzu gehören:

  • Abus
  • Paulmann
  • Schellenberg
  • Steinel

3.      Die Stromversorgung

Achten sie beim Kauf unbedingt darauf, dass die Zentrale das Gateway und die Aktoren über eine Notstromversorgung verfügen. Für batteriebetriebene Komponenten (wie z.B. Fenster- und Türöffner-Sensoren) sollte ein System verwendet werden, das frühzeitig über schwächer werdende Batterien informiert.

4.      Internetanbindung

Die meisten Geräte kommunizieren über Funk oder über WLAN miteinander. Denken Sie daran, dass bei Ausfall von Funk / WLAN die Kommunikation dieser Geräte nicht mehr gewährleistet ist.

Einige Hersteller bieten hierfür die Möglichkeit, eine SIM-Karte (Prepaidkarte) in die Zentrale zu integrieren. Mit Hilfe dieser Karte können alle angeschlossenen Module bei Ausfall von Funk / WLAN über 4G/LTE miteinander kommunizieren.

Grundvoraussetzung damit diese SIM-Karte auch funktioniert ist natürlich eine entsprechende Netzabdeckung des Mobilfunkanbieters.

5.      Updates und Verschlüsselungen

Eine große Schwachstelle innerhalb des Smart Home Systems ist die WLAN und Funkverbindung. Sie ist anfällig für Hackerangriffe.

Insbesondere bei Alarmsystemen ist es daher wichtig, dass der Hersteller der Anlage auf eine sichere Verschlüsselung setzt und regelmäßige Softwareupdates zur Verfügung stellt.

Der Gelegenheitsdieb /- einbrecher wird in der Regel nicht über die Mittel verfügen, ein gut verschlüsseltes System zu knacken. Auch ein Profi-Einbrecher tut sich deutlich schwerer, wenn das Alarmsystem über eine wirklich gute Verschlüsselung verfügt.

6.      Anbindung an einen Sicherheitsdienst

Grundsätzlich gibt es Hersteller, bei denen Sie absolut autark (unabhängig) Ihre Smart Home Alarmanlage nutzen können. Hierbei fallen lediglich die Anschaffungskosen für Ihr Alarmsystem an.

Andere Hersteller können Sie gar nicht alleine bedienen und müssen für eine monatliche Gebühr einen Sicherheitsdienst dazu buchen.

Abhängig vom Produkt, wartet dieser Sicherheitsdienst lediglich Ihre Anlage oder schickt im Fall eines Alarmes sogar einen Mitarbeiter zu Ihnen nach Hause um nach dem Rechten zu sehen.

7.      Anwesenheitsfunktion

Eine gute Anlage verfügt über eine Anwesenheitsfunktion. Das bedeutet, dass beispielsweise die Bewegungsmelder deaktiviert sind, aber die Fenster-und Türsensoren weiterhin arbeiten.

8.      Anwesenheitssimulation

Wenn Sie auch über andere Smart Home Komponenten verfügen, sollte Ihr System in der Lage sein ihre Anwesenheit zu Simulieren. So könnten sich Licht und Radio oder Fernseher automatisch an- und ausschalten und auch die Rollos automatisiert auf und zu gehen.

9.      Warnmeldungen

Achten Sie beim Kauf der Anlage darauf, dass diese bei verschiedenen Aktivitäten beziehungsweise Ereignissen eine Warnmeldung an Sie gibt. Hierzu gehören:

  • Einbruch
  • Manipulation und Manipulationsversuche an den Sensoren
  • Geöffnete Fenster und Türen beim Aktivieren der Alarmanlage

Was kostet eine Smart Home Alarmanlage?

Bei den Kosten für ein Smart Home Security System gilt es, zwischen dem Anschaffungspreis und den monatlichen Kosten zu unterscheiden.

Startersets bekommen Sie ab etwa € 250. Hinzu kommen die Kosten für weitere Sensoren und Aktoren, wie zum Beispiel:

  • Fenstersensoren ab € 10 / Stück
  • IP-Kameras ab € 70 / Stück
  • Sirenen ab € 20 / Stück

Wenn sie sich eine Anlage zulegen bei der die Daten in einer Cloud liegen, die über den Hersteller gewartet und programmiert werden oder ein Sicherheitsdienst mit eingebunden ist, fallen zusätzlich monatliche Kosten an. Die Höhe ist sehr unterschiedlich und ist abhängig vom Leistungsumfang und Anbieter.

Welche Smart Home Alarmanlage können wir empfehlen?

Bei unseren Produktempfehlungen konzentrieren wir uns auf drei Herstellern von Basis Sets, die entsprechend erweiterbar sind.

Abus-Funkalarmanlage Smartvest Basis-Set

Unser Favorit ist die Abus-Funkanlage. Unter anderem, weil diese auch um Komponenten anderer Smart Home Hersteller erweiterbar ist (Smart Friends Initiative).

Außerdem ist Abus ein absoluter Spezialist in Sachen Sicherheit mit jahrelanger Erfahrung in diesem Bereich.

Smart Home Alarmanlage von der Firma Abus

Abus Funkanlage Smartvest Basis Set – ab € 260

  • Testsieger Stiftung Warentest 11/2017 Funkanlage für Haus und Wohnung
  • Einfache Selbstmontage
  • Lieferumfang:
    • 1 Gateway (Alarmzentrale) inkl. Sirene mit 90 DB und Notstromversorgung über Batterie
    • 1 PIR-Bewegungsmelder
    • 1 Fenster-/ Türkontakt
    • 1 Fernbedienung
    • Batterien
    • Kostenlose App für Installation und Bedienung
  • Erweiterbar auf 32 Funkkomponenten

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Somfy 2401497 – Home Alarm Basis Set

Unsere zweite Kaufempfehlung ist die Alarmanlage Somfy 2401497. Auch dieser Hersteller gehört zu den großen Marken im Smart Home Bereich. Das Basis Paket ist etwas umfangreicher als bei der Anlage von Abus und verfügt über spezielle Erschütterungssensoren (IntelliTAG).

Smart Home Alarmanlage Somfy 2401497 - Home Alarm Basis Set

Somfy 2401497 – Home Alarm Basis Set – ab € 390

  • Einfache Selbstmontage
  • Optional zu buchbarer Sicherheitsdienst
  • Lieferumfang:
    • 1 Gateway (Home Alarm-Zentrale) inklusive Notstromversorgung über Batterien
    • 1 Innensirene mit 110 dB
    • 3 IntellitTAG (Tür-/Fenstersensoren, die auf Erschütterungen reagieren)
    • 2 Fernbedienungen
    • 1 Bewegungsmelder mit Haustiererkennung
    • Montagezubehör
    • Batterien
    • Kostenlose App für Installation und Bedienung
    • Alexa-Anbindung möglich

Safe2Home Funk Alarmanlagen Set

Safe2Home ist ein weniger bekannter Hersteller. Die Produkte werden in China hergestellt. Aber aufgrund der vielen positiven Bewertungen durch Käufer der Anlage, hat sie es auf unsere Kaufempfehlungsliste geschafft.

Smart Home Alarmanlage Safe2Home Funk Alarmanlagenset zum Selbsteinbau

Safe2Home Funk Alarmanlagen Set – ab € 300

  • Einfache Selbstmontage
  • Lieferumfang:
    • 1 Gateway (Basiseinheit)
    • 3 Fenster-/Türsensoren
    • 2 Fernbedienungen
    • 2 RFID Karten/Chip
    • 1 Bewegungsmelder
    • Kostenlose App für Installation und Bedienung
  • Erweiterbar um weiter Komponenten

Welche Maßnahmen schützen Sie noch?

Damit die Anschaffung einer Smart Home Alarmanlage auch wirklich Sinn macht, empfehlen wir Ihnen außerdem, folgende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und einzuhalten.

Maßnahmen im Zusammenhang mit der Anlage:

  • Installieren Sie Ihr Gateway mit der Zentrale so, dass niemand einfach darauf zugreifen kann. Am besten ist es irgendwo verborgen angebracht.
  • Nehmen Sie eine sinnvolle Verteilung der Bewegungssensoren, Kameras sowie der Fenster- und Türkontakte vor.
  • Bringen Sie die Überwachungskameras so an, dass diese von potentiellen Einbrechern gesehen werden. Diese Maßnahme schreckt in der Regel schon viele vom Einbruch ab.

Maßnahmen bei längerer Abwesenheit:

  • Sind Sie ein paar Tage nicht zu Hause, so treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen:
    • Anwesenheitssimulation: Entweder durch Ihr Smart Home System oder durch nette Nachbarn, die die Rollläden öffnen und schließen und in der Wohnung / dem Haus nach dem Rechten schauen.
    • Briefkasten leeren: bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Bekannte alle ein bis zwei Tage Ihren Briefkasten zu leeren
    • Sagen Sie ihren Nachbarn, dass Sie verreisen und bitten Sie diese, die Polizei unter der Nummer 110 anzurufen, wenn sie etwas Verdächtiges bemerken.
    • Seien Sie sparsam mit Social Media Urlaubs-Postings. Auch Einbrecher nutzen dieses Medium zu Recherche von potentiellen Opfern.

Wenn auch schon etwas älter und recht unterhaltsam, so bietet das folgende Video ein paar wertvolle Hinweise zum Einbruchschutz:

Allgemeine Maßnahmen:

  • Achten Sie auf einbruchsichere Türen, Fenster, Balkon- und Terrassentüren (DIN 1627 mit einer Mindestwiderstandsklasse 2).
  • Auch, wenn Sie nur kurz das Haus oder die Wohnung verlassen, schließen Sie alle Fenster und Türen.
  • Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster. Selbst ein ungeübter Einbrecher hat dieses in kurzer Zeit komplett geöffnet.
  • Rollläden sollten nur dann geschlossen sein, wenn es im normalen täglichen Ablauf Sinn macht (zum Beispiel in der Nacht und bei großer Sonneneinwirkung im Sommer).
  • Ziehen Sie ihre Tür nicht einfach nur ins Schloss. Schließen Sie sie am besten zweifach ab.
  • Verstecken Sie den Hautürschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen die meisten (noch so einfallsreichen) Verstecke.
  • Bei Verlust ihres Schlüssels, wechseln Sie sofort den Schließzylinder.
  • Lassen Sie bei einer Glastür den Schlüssel nicht von Innen stecken.
  • Öffnen Sie Ihre Tür nicht in blindem Vertrauen. Türspione und Sperrbügel können eine Sinnvolle Investition sein.

Mit all diesen Maßnahmen leben Sie deutlich sicherer und sorgen dafür, dass Einbrecher einen höheren Aufwand betreiben müssen, um bei Ihnen einzusteigen. Einbrecher bevorzugen leichte Beute.

Lexikon der Sensoren und Aktoren für Alarmanlagen

Im Folgenden werden Sensoren und Aktoren aufgelistet, die für den Betrieb einer Smart Home Alarmanlage eingesetzt werden können.

Sensoren arbeiten in der Regel mit Batteriebetrieb und sind somit unabhängig von der Stromversorgung.

Aktoren benötigen in der Regel eine eigene Steckdose. Es ist wichtig, dass diese Geräte eine eigene Notstromversorgung über Batterien oder Akkus integriert haben.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder lassen sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich einsetzten. Sie sollten so eingestellt sein, dass Sie nicht auf die Bewegung kleinerer Objekte, wie beispielsweise von Haustieren, reagieren.

Glasbruchmelder

Geht eine Fensterscheibe oder eine Glastür kaputt, schlägt der Glasbruchmelder an und gibt eine Meldung an das Gateway weiter.

Öffnungsmelder

Öffnungssensoren werden klassischerweise an Fenster und Türen angebracht. Wird hier der Kontakt unterbrochen, also Fenster oder Tür geöffnet, gibt der Sensor eine Meldung weiter an die Schaltzentrale (Gateway).

Weitere sinnvolle Sensoren

Neben den klassischen Einbruchssensoren, können weitere Sensoren Ihre Sicherheit erhöhen. Hierzu gehören:

  • Feuermelder
  • Gasmelder
  • Rauchmelder
  • Wassermelder

Kameras

Kameras können sowohl zu den Aktoren als auch zu den Sensoren gezählt werden. Einerseits führt Sie als Aktor eine Aktion aus, wenn sie eine entsprechende Meldung von der Zentrale gibt. Andererseits kann sie jedoch als Sensor Signale an die Zentrale weiterleiten, die dann wiederum einen anderen Aktor (zum Beispiel: die Sirene) aktiviert.

Es gibt verschiedene Arten von Kameras:

  • Tageslichtkamera
  • Nachtlichtkamera / Infrarotkamera
  • Eine Kombination aus Beidem

Für die Bildaufnahme gibt es unterschiedliche Szenarien:

  • Permanent
  • In einem vorgegebenen Rhythmus
  • Auf Anweisung des Gateways (zum Beispiel, weil eine Bewegung oder eine Fensteröffnung gemeldet wurde)
  • Durch Fernsteuerung

Die Aufnahmen können lokal oder in der Cloud gespeichert werden.

Gute Kameras sollten über ein Weitwinkelobjektiv verfügen und in einem Smart Home System über Fernbedienung/App steuerbar sein.

Überwachungskameras sind ein effektives Mittel, um Einbrecher abzuschrecken, daher sollten Sie so angebracht werden, dass sie auch von außen gut sichtbar sind.

Achtung: Die Kameras müssen so ausgerichtet sein, dass sie lediglich das eigene Grundstück beziehungsweise die eigene Wohnung abdecken. Aufnahmen von öffentlichem Grund sind prinzipiell nicht erlaubt.

Sirenen

Auch Sirenen wirken auf Einbrecher abschreckend. Daher lohnt sich auch hier eine Anbringung an einem gut sichtbaren Bereich.

Es gibt Sirenen für:

  • Außen
  • Innen
  • Mit optischem Signal (Licht)

Die Lautstärke sollte so gewählt sein, dass auch Nachbarn sie hören können. Die meisten Sirenen liegen zwischen 90 bis 110 dB.

Informieren Sie ihre Nachbarn bitte bei der Installation eines solches Aktors, damit diese dann auch entsprechend reagieren können, wenn es zu einem Alarmfall kommt.

Im Smart Home Umfeld sendet die Sirene optimalerweise eine Nachricht an den Besitzer oder auch an das angeschlossene Sicherheitssystem.

Elektronische Türschlösser

Elektronische Türschlösser öffnen und schließen automatisch Türen. Ist die Alarmanlage an eine Brandmeldeanlage geknüpft, so müssen Sie im Fall einer Brandmeldung durch einen Sensor geöffnet werden.

Mehr über elektronische Türschlösser lesen Sie bitte in unserem Artikel „Smart Lock“.

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Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie ihr zu Hause noch smarter gestalten können. Lesen Sie auch unseren Beitrag „Smart Home im Überblick„.

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